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Dulden oder Veränderung einführen

 ➤  Pastor Wolfgang Fulson

EINLEITUNG

Dulden bedeutet, entweder nichts zu tun, um eine Veränderung herbeizuführen, oder unentschieden zu warten, bis eine gewünschte Veränderung von selbst eintritt. Beide Entscheidungen grenzen an Hoffnungslosigkeit: Lange hingezogene Hoffnung macht das Herz krank, ein erfüllter Wunsch aber ist ein Baum des Lebens, Sprüche 13,12.

Veränderung verlangt Entschlossenheit und Bemühung. Etwas Positives zu unternehmen und Erfolg ergreifen, ist der Vorteil für Gläubige und wird in der erneuerten Denkweise erkennbar.

Dagegen in Gedanken versklavt zu bleiben, wie mit Hoffnungslosigkeit, treibt keinen Reiz an der Suche nach möglichen Alternativen. 

Ein duldendes Ertragen befriedigt nicht: Gehe hin zur Ameise, du Fauler, sieh ihr Tun an, damit du klug wirst. Obgleich sie kein Oberhaupt, keinen Vorsteher und Gebieter hat, sorgt sie doch im Sommer für ihren Unterhalt, sammelt in der Erntezeit ihre Nahrung ein. Wie lange noch willst du liegen bleiben, du Fauler? Wann endlich willst du von deinem Schlaf dich erheben? Sprüche 6,6-9. 

Veränderung einzuführen, verlangt jedoch eine Entscheidung und entsprechende Anstrengung für eine "neue Denkweise", die sich in der erreichten Verbesserung offenbart.

Gottes Fürsorgeprinzip, um Gedankenversklavung unter anderem zu entgehen, war die Weissagung zum Josua: Nur sei stark und fest entschlossen, auf die Beobachtung aller Weisungen des Gesetzes bedacht zu sein, das mein Knecht Mose dir zur Pflicht gemacht hat; weiche davon weder nach rechts noch nach links ab, damit du bei allen deinen Unternehmungen glücklichen Erfolg hast, Josua 1,7.

Diese Prophetie war Gottes Vorsorge fürs Volk, um ihnen Hoffnung zu leisten, zu ermutigen, und den Besitz des Landes einzunehmen. Und es geschah mit Josuas Aufforderung, die ihm gegeben wurde: Sei stark und entschlossen! Habe keine Angst und verzage nicht! Denn mit dir ist der HERR, dein Gott, bei allem, was du unternimmst, Josua 1,9.

Licht in der Finsternis

Jesus sagte:

Der Anfang mit der Übernahme des verheißenen Landes lief wie vorgeschrieben, ermutigt, mit voller Hoffnung und Befolgung der Gesetze. Dann aber trat Vernachlässigung ein und Bemächtigung von ihren Feinden. 

Um seinen Plan für die Erlösung der Menschheit mit sich selbst zu verwirklichen, sandte Gott seine Propheten zu seinem Volk und machte sie auf seine Absicht aufmerksam. In ihrer Eigensinnigkeit saßen sie wie in der Finsternis, bis Johannes der Täufer erschien. Er wies sie auf das kommende Licht hin (Joh 1,7) und verkündete ihnen die Umkehr und die Nähe Gottes für ihre Hoffnungslosigkeit.

Dann erschien Jesus mit der Botschaft des Königreichs Gottes. 

Ich bin das Licht, sprach Jesus (Joh 8,12), als er mit seiner Botschaft anfing: Denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, ganz anders als die Schriftgelehrten, Markus 1,22.

Das christliche Leben bedingt die Bemühung einer Entscheidung, um die im Wort Gottes verheißenen Vorteile zu erhalten.

Strebung zur Verbesserung bedingt anspruchsvolle Mühe. Stattdessen werden enttäuschende Schwierigkeiten oft geduldet. 

Daraufhin war Johannes der Täufer eindeutig: Kehrt um zu Gott und räumt alle Gegenstände aus dem Weg (Mk 1,3-5).

GOTT WARTET

Gott existiert in Ewigkeit. Wir dagegen leben in einer geringen Zeitspanne, in der wir uns entweder für Gott entscheiden oder ihn verachten.

Gegenstände mögen momentan erträglich sein, doch einen Erlass davon zu erlangen, verlangt die belagerte Unentschiedenheit zu hinterlassen. 

Und wie?

Mit Entschlossenheit, Kühnheit und Mut wird die Verbesserung erzielt. 

Und Gott wartet … weil der Allmächtige, unser Abba, sich niemals in unsere Situationen hinein drängt.

Seine Hilfe ist stets verfügbar. Er ermahnt, ermutigt und versichert seine Verheißungen durch die Botschaft des Heiligen Geistes. Trotzdem ist jedem seiner erlösten Kinder jene Entscheidung überlassen.

Die Frage ist nun, wann wird etwas unternommen?

Jeder Mensch hat eine gewisse Lebensspanne, in der etwas unternommen werden kann. Hoffentlich bevor es zu spät ist. 

Eine nachträgliche Erlösung folgend dem Tod ist nicht möglich: Doch niemand kann für das Leben seines Freundes bezahlen, niemand kann ihn bei Gott vom Tod freikaufen, Denn ein Menschenleben kann man nicht mit Gold aufwiegen - aller Reichtum dieser Welt wäre noch zu wenig! Keiner lebt hier ewig, niemand kann dem Grab entrinnen, Psalm 49,8-10 HFA.

ENTSCHEIDUNG ERFASSEN

Jesus gab ein Gleichnis von einem Besitzer, der sein Vermögen zwischen einigen Verwaltern aufteilte und ins Ausland reiste (Mt 25,15).

Zwei der drei investierten die anvertrauten Beträge mit Entschlossenheit und erhöhten ihre Investitionen entsprechend.

Der dritte hielt sich mit Unentschlossenheit zurück und tat nichts. Er blieb aus Gewohnheit von bedingter Veränderung eingeschüchtert (Mt 25,25).

Der Satan, der Herrscher dieser Welt, so verblendet, dass sie nicht glauben. Deshalb sehen sie auch das helle Licht dieser Botschaft nicht, die von Christus und seiner Herrlichkeit spricht, 2.Korinther 4,4 HFA.

Nach seiner Rückreise rief der Besitzer die drei Verwalter zur Abrechnung. Zwei der Mutigen wurden für ihre Mühe belohnt. Der dritte andererseits wurde als Nichtsnutziger in die große Finsternis des lauten Klagens und Ächzen verstoßen (Mt 25,30).

Jesus schilderte ein Gerichtsurteil an die Gemeinde der Laodizeaner: Ich kenne deine Werke, (ich weiß) daß du weder kalt noch heiß bist. O, daß du kalt oder heiß wärest! So aber, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Munde ausspeien, Offb 3,15-16.

Kann das sein? Dieser sanfte Jesus, der Barmherzige, der mit Mitleid und Gnade die Verlorenen mit hoffnungsvollem Trost aufsuchte, ist ebenfalls der Richter?

Sein Gerichtsurteil entscheidet zwischen denen die sich für ihn eingesetzt haben und seine Gebote befolgten und denen die sich gegen seine Schilderungen strebten.

Mit Gott gibt es keine Abkürzungen. Mit ihm bleibt es bei einem "lege das Dulden ab".

Vertraut euch meiner Leitung an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für euer Leben, Matthäus 11,29.

Eine ähnliche Aufmerksamkeit gab Paulus der Philippergemeinde: Seid mühsam und entschieden. Setzt alles ein, auch mit Furcht und Zittern, um eure Rettung zu sichern, Philipper 2,12.

GLAUBEN ERFASSEN

Menschen sind spirituelle Geschöpfe, haben eine Seele und sind in einem Körper wohnhaft. Der geistige Teil und die Seele sind unsterblich. Der Körper hingegen verfällt, wird aber zum Tag des Gerichts wieder aufgerichtet.

Hinzu ist der Glaube eine seelische Fähigkeit und führt

  1. zum Christus Bekenntnis 
  2. zur Wassertaufe 
  3. zur Heiligen Geist Bekräftigung

Diese dreistufige Ausstattung ist jedem vorgewiesen, um mit Bereitschaft die kommenden Schwierigkeiten, egal was, zu besiegen: Unterwerft euch also Gott und widersteht dem Teufel, so wird er von euch fliehen, lautet es im Jakobus 4,7.

Schwierigkeiten sind Versuchungen, um Schwäche und Aberglaube einzuführen. Dagegen der zugewiesene Ausgang, durch die Leitung des Heiligen Geistes, ermöglicht die begehrte Veränderung. 

Mit Entscheidung wird die Veränderung eingegangen und mit Glauben durchgesetzt. Das kann wiederum etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Gott zwingt keinen zur Veränderung. Er überschreitet den menschlichen Willen nicht. 

Als Vater schildert Gott die Aufmerksamkeit eine mögliche Erleichterung zu erreichen.

Und wie? Durch den Heiligen Geist.

Egal der eingetroffenen Schwierigkeiten können solche besiegt werden: Unterwerft euch also Gott und widersteht dem Teufel, so wird er von euch fliehen, Jakobus 4,7.

Jesus sprach: "vertreibe sie (die Aufstände)…”, Markus 16,17, d.h. dulde keine negativen Beeinträchtigungen. Nirgendwo im Neuen Testament steht geschrieben, dass Gott es für dich tun wird. (Klammern hinzugefügt)

Nur du entscheidest, etwas zu dulden oder zu überschreiten.

Jesus sagte:

AUSWIRKUNG DER ENTSCHLOSSENHEIT

Gott sprach und es geschah, lautet 1Mos 1,9; 11; 15; 24.

Als die erlösten Kinder Gottes (Röm 10,9-11), wird jeder zur gleichen Fähigkeit von Jesus Christus ermächtigt, um seine Taten zu bewirken: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich tue, auch vollbringen, Johannes 14,12.

Und wofür? Damit die, die in der Gewalt des Teufels leben, befreit werden. Zuvor der Zeit Christi wurden Beschwerden geduldet, weil kein Erlass möglich war. Seit dann aber: Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird die Heilsbotschaft verkündigt, Lukas 7,22.

Nur die erlösten Kinder Gottes sind befähigt die Taten Christi auszuführen. Gläubige befinden sich in derselben Lage wie Jesus zu seiner Zeit - den Willen Gottes durch die Leitung des Heiligen Geistes mit Vollmacht und Liebe zu offenbaren. 

Jesus duldete keine Verzögerung die Macht des Feindes zu besiegen. 

Er sagte voraus: Die Gläubigen werden in meinem Namen Dämonen austreiben, in neuen Sprachen reden … Kranke, auf denen sie ihre Hände auflegen, werden gesund, Markus 16,17-18.

Sobald jemand sich zum Herrn wendet, ist der Schleier des Duldens zerrissen (2Kor 3,16) und führt die gewollte Lebensveränderung ein.

Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet – so glauben auch wir und deshalb reden wir auch, 2.Korinther 4,13.

ENTSCHLOSSENES GESTÄNDNIS

Herr, ich habe mich entschlossen deinen Rat zu beherzigen und keinen Kompromiss zu dulden. Ich danke dir, dass du mich zu dieser Veränderung geführt hast.


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Jesus sagte:
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Matthäus 28,19-20


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